Barbara Buser hat nachhaltiges Bauen in der Schweiz maßgeblich geprägt. Der Dokumentarfilm porträtiert eine Architektin, die Umnutzung, Kreislaufdenken und Stadtentwicklung neu denkt.
Barbara Buser gilt als Pionierin einer Architektur, die Bestehendes nicht vorschnell abreißt, sondern als Ressource versteht. Der Dokumentarfilm begleitet die Schweizer Architektin und zeigt, wie aus Industriebrachen, alten Materialien und scheinbar überholten Gebäuden neue Räume entstehen können. Dabei geht es um konkrete Projekte, aber auch um eine Haltung: Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei technischer Effizienz, sondern bei der Frage, wie wir mit dem umgehen, was schon da ist. Busers Arbeit verbindet ökologische Verantwortung, soziale Fantasie und städtebaulichen Pragmatismus. Der Film stellt eine Frau vor, deren Durchsetzungskraft und Humor zeigen, dass nachhaltiges Bauen kein Verzichtsprogramm sein muss, sondern eine kreative Praxis.
„Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ ist ein Porträt, das zur richtigen Zeit kommt. Architektur steht heute unter enormem Druck: Ressourcenknappheit, Klimawandel und Wohnraummangel stellen die alte Logik von Abriss und Neubau infrage. Gabriele Schärers Film macht an Barbara Buser sichtbar, dass Alternativen längst existieren. Besonders überzeugend ist der praktische Blick. Nachhaltigkeit bleibt nicht abstraktes Schlagwort, sondern zeigt sich in Materialien, Baustellen, Konflikten und Entscheidungen. Buser erscheint als starke, manchmal unbequeme Persönlichkeit, die Ideen nicht nur formuliert, sondern umsetzt. Dadurch gewinnt der Film Schwung und Leichtigkeit. Er predigt nicht, sondern inspiriert. Interessant ist auch die soziale Dimension: Wenn Gebäude weitergenutzt werden, geht es immer auch um Erinnerungen, Nachbarschaften und die Frage, wer Stadt gestalten darf. Als Dokumentarfilm über Architektur richtet sich der Film nicht nur an Fachleute. Er zeigt anschaulich, dass Bauen eine kulturelle und politische Handlung ist. Ein ermutigender Film über Kreislaufdenken, Beharrlichkeit und die Schönheit des Weiterbauens.
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Sondervorstellung am 20.11. ab 18 Uhr mit vorherigem Vortrag:
Die Basler Architektin Barbara Buser (ETH) rettet Gebäude und baut diese mit wiederverwendetem Baumaterial um. Wo andere abreissen, sucht sie nach Möglichkeiten, das Bestehende neu zu beleben. Aus ehemaligen Industriearealen entstehen urbane Lebensräume, ein offenes und lebendiges Stück Stadt. Eine frühere Maschinenfabrik in Basel verwandelte sie in ein Quartierzentrum, das Gundeldinger Feld wird als ihr Meisterstück bezeichnet.
Gespräch + Präsentation „Baustelle Bauwende“
Standpunkte aus Lehre und Forschung mit Praxiserfahrungen und Diskussion
Prof.'in Andrea Klinge, Konstruieren und Entwerfen
Elena Boerman und Sandra Böhm:
KIT IEB, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Doktorandinnen, Nachhaltiges Bauen
https://materialbibliothek.arch.kit.edu/
_ willkommen sind alle Kolleginnen und Kollegen aus Innen-, Hochbau-, Landschafts- und
Städtebau, auch mit privater Begleitung
_ Fortbildungspunkte AKBW sind angefragt
_ Anmeldung bis 18.11.2026 Ticketverkauf direkt über die Schauburg 0721 / 35 000 18
_ Kinoeintritt Euro 12,00; ein Getränk ist enthalten
Barbara Buser hat nachhaltiges Bauen in der Schweiz maßgeblich geprägt. Der Dokumentarfilm Mehr Infos...