Die Geschichte des Wrestlers und MMA-Fighters Mark Kerr, der in den späten Neunzigerjahren zu den Wegbereitern des Sports wurde. Dwayne Johnson liefert die differenzierteste Darstellung seiner Karriere ab. 

Mark Kerr gibt in Brasilien sein MMA-Debüt und besiegt seinen Gegner mit Leichtigkeit. Es folgen weitere Siege weltweit, unter anderem bei Pride in Japan. Dort erlebt er seine erste Niederlage - begleitet von der Erkenntnis, dass seine Beziehung toxisch ist und er ein Opioid-Problem entwickelt hat. Dennoch verfolgt er 2000 das Ziel, Pride-Champion zu werden, motiviert vom hohen Preisgeld. Es ist nachvollziehbar, dass Regisseur Benny Safdie Dwayne Johnson für die Hauptrolle gewählt hat. Johnson bringt die nötige Physis mit, aber nicht das passende Alter: Während Kerr zwischen 1997 und 2000 29 bis 32 Jahre alt war, ist Johnson bei den Dreharbeiten bereits 52. Das sieht man ihm an - und dennoch überzeugt er. Die Rolle passt zu seiner Hollywood-Persona, und sein sportlicher Hintergrund ähnelt dem von Kerr. Dieser wird als freundlicher, gesprächsbereiter Mann dargestellt, der Konflikte meidet bis ihn der Entzug einholt und es mit seiner Freundin kracht. Johnson liefert hier die differenzierteste Darstellung seiner Karriere ab. Die Chemie mit Emily Blunt, die Kerrs Freundin spielt, stimmt - wie schon in “Jungle Cruise”. Safdie setzt auf einen körnigen, dokumentarischen Look. Immer wieder werden Interviews mit Kerr eingeblendet, was den Realismus verstärkt. “The Smashing Machine” ist kein revolutionärer Film, aber ein eindringliches Sportlerporträt. Die emotionalen Momente sitzen, die Handlung ist stringent, und das Ensemble überzeugt. 

Poster für den Film The Smashing Machine
Regie Benny Safdie Darsteller Dwayne Johnson, Emily Blunt, Bas Rutten