Wild und stark! Der Langzeit-Dokumentarfilm beobachtet den Alltag von vier Mädchen in einer Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe.

 

„Das fast normale Leben" beobachtet den Alltag von vier Mädchen in einer Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe. Getrennt von ihren Eltern ringen sie um Anerkennung, Selbstliebe, Selbstbestimmung und Geborgenheit. Stets mit dem sehnlichen Wunsch, irgendwann wieder nach Hause zu kommen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren begleiten wir ihre Entwicklung durch Höhen und Tiefen, spüren ihre Aggression und ihre Willenskraft, sehen sie in Interaktion mit Betreuer:innen, Pädagog:innen, Eltern und Institutionen. Der Film erzählt vom Mut und der Resilienz junger Menschen, die inmitten schwieriger Umstände versuchen, ihren eigenen Weg zu finden. Ohne Schuldzuweisungen bietet der Film einen authentischen Einblick in den Alltag in der Jugendhilfe – wo nicht immer alles rund läuft, aber Geborgenheit und gelungene Erwachsenen-Kind-Beziehungen entstehen können. Am Ende bleibt der Wunsch der Mädchen auf ein „normales Leben“, in dem sie ihre Potentiale für sich nutzen können.

 

Stefan Sick über seinen Film: „Als Filmemacher finde ich es spannend, mich in die Perspektive meines Gegenübers hineinzuversetzen, mit ihm zu erleben und zu fühlen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch aufmerksames Hinschauen viel über andere Menschen – und über uns selbst – erfahren können. Für meinen Film habe ich mich gefragt: Wie sieht der Alltag junger Menschen in einer Wohngruppe der Jugendhilfe wirklich aus? Was treibt sie an, welche Träume und Wünsche haben sie? Welche schmerzlichen Erfahrungen prägen ihr Leben, und wie können sie es schaffen, trotz widriger Umstände ihren eigenen Weg zu finden, sich selbst wertzuschätzen und ihr volles Potential zu entfalten? Ich glaube, dass der erste Schritt, um Menschen in schwierigen Lebensphasen zu unterstützen oder sie zu begleiten, in Verständnis und Empathie liegt. Anerkennung und Wertschätzung bilden die Grundlage, damit diese jungen Menschen das Vertrauen in sich selbst entwickeln oder wiedererlangen können, um damit in die Lage versetzt zu werden ihre Potentiale für sich zu nutzen.“

Sondervorstellung in Anwesenheit von Regisseur Stefan Sick
Das fast normale Leben
Sa | 07. Feb | 16:00 uhr

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