Ein schockierendes Geständnis bringt eine anstehende Hochzeit in Gefahr und schüttelt eine glückliche Beziehung kräftig durch. Das ist die Prämisse von Kristoffer Borglis zweiter englischsprachiger Regiearbeit, in der Zendaya und Robert Pattinson erstmals gemeinsam auf der großen Leinwand agieren.
„Das Drama – Noch mal auf Anfang“ beginnt mit einem Ohr (ein Verweis auf Daviy Lynchs Vorstadtalbtraum „Blue Velvet“) – und das nicht ohne Grund. Konzentriert fixiert die Kamera den rechten Lauscher der Buchhändlerin Emma (Zendaya), die sich in einem hippen Coffeeshop in eine Lektüre vertieft. Dass sie auf dieser Seite taub ist, erfahren wir nur wenig später, als der nervöse Museumskurator Charlie (Robert Pattinson) sie unbeholfen anspricht und ihr eine kleine Lüge auftischt, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das erste Kennenlernen der Protagonisten inszeniert Regisseur und Drehbuchautor Kristoffer Borgli leicht irritierend, mit atonalen Klängen, plötzlichen Schnitten und kurzen Ausfällen auf der Tonspur. Schon hier deutet sich an, dass der Film keine klassische Boy-meets-girl-Geschichte erzählen will.
Im Anschluss sehen wir im Schnelldurchlauf, wie die beiden zu einem Paar werden, das sich offenbar gut ergänzt. Der nächste Schritt ist die Hochzeit, die mit Beginn der eigentlichen Handlung vor der Tür steht. Beim finalen Probeessen mit ihren Freunden Rachel (Alana Haim) und Mike (Mamoudou Athie) geschieht dann aber das Unfassbare. Ein vermeintlich harmloses Spiel, bei dem alle Vier das Schlimmste gestehen sollen, was sie jemals getan haben, endet mit einem großen Schock. Emma beichtet eine „Sünde“ aus ihrer Jugendzeit, erklärt, warum sie wirklich auf dem rechten Ohr taub ist – und erntet die volle Ladung Entrüstung. Anschließend steht die Hochzeit auf der Kippe.