Born to Fake ist ein Dokumentarfilm über den skandalösen Aufstieg und Fall von Michael Born, Selfmade-Journalist und selbsternannter Erfinder der Fake News, der in den 1990er-Jahren in Deutschland sensationelle Nachrichtenberichte fälschte.

 

Er täuschte eine ganze Fernsehnation und auch gestandene Journalisten wie Günther Jauch fielen auf ihn herein: Michael Born, Selfmade-Journalist und „Meister der TV-Fake-News“. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer hatte zwischen 1990 und 1996 über zwanzig Beiträge für private wie öffentliche-rechtliche TV-Sendungen, darunter Stern TV, Spiegel TV und ZAK (WDR), gefälscht. Es war der größte Medienskandal in Deutschland seit den Hitler-Tagebüchern 1983. Ein Fall, der den Mangel an journalistischer Qualität schonungslos offenlegte. Wie war das möglich? Wie konnte dieses System aus Lügen und erfundenen Storys so lange funktionieren? Diese und andere Fragen klärt die Doku „Born to Fake“.

Michael Born starb im März 2019 im Alter von 60 Jahren. Ein Großteil seines Privatarchivs, bestehend aus (beruflichen wie privaten) Filmdokumenten sowie Fotos, ging an seinen guten Freund Roland Berger. Glücklicherweise stellte der österreichische Regisseur, der in „Born to Fake“ als einer der wichtigsten Befragten auftritt, den Doku-Machern Erec Brehmer und Benjamin Rost diesen Archivschatz zur Verfügung. Die Aufnahmen offenbaren unter anderem, wie Born vorging und seine Beiträge entstanden.