Ein hochbegabte Klavierstimmer reist mit seinem Mentor durch New Yorks Konzertsäle, trifft exzentrische Kundschaft. Als ein Sicherheitsprofi sein Talent fürs Tresorknacken entdeckt, gerät er in gefährliche Versuchung.
Niki White (Leo Woodall) ist ein hochbegabten Klavierstimmer mit absolutem Gehör. Nachdem seine einst vielversprechende Musikkarriere ein abruptes Ende fand, zieht er gemeinsam mit seinem eigenwilligen, aber charmanten Mentor Harry (Dustin Hoffman) von Auftrag zu Auftrag durch die ehrwürdigen Konzertsäle, luxuriösen Apartments und wohlhabenden Viertel New Yorks. Dabei begegnet beiden eine Vielzahl exzentrischer Kund*innen – aber auch Ruthie (Havana Rose Liu), eine ambitionierte Kompositionsstudentin, die sowohl Nikis musikalisches als auch moralisches Selbstverständnis zunehmend herausfordert. Als der Sicherheitsprofi Uri (Lior Raz) erkennt, dass sich Nikis sensible Hörfähigkeit nicht nur zum Stimmen von Instrumenten, sondern auch zum Knacken von Tresoren eignet, macht er ihm ein verlockendes Angebot…
„The Piano Tuner“ wurde als Film konzipiert, der die sinnliche Dimension von Kino voll ausreizt – nicht nur visuell, sondern als zutiefst auditive Erfahrung, in der Klang für die Erzählung ebenso entscheidend ist wie das Bild, mit Sound als integralem Bestandteil der emotionalen und psychologischen Textur der Geschichte. Ko-Autor und Regisseur Daniel Roher erklärt: „Ich habe diesen Film für den Klang entworfen. Es ist ein Film für Sounddesigner*innen.Ich möchte, dass er immersiv wirkt. Das Sounddesign soll uns in die subjektive Wahrnehmung von Niki White versetzen und hören lassen, was er hört.“ Zur tonalen Vision, die das Drehbuch leitete, fügt er hinzu: „Ich wollte die Art Film machen, die ich selbst mit 15, 16, 17 Jahren gern gesehen hätte: einen Krimi mit echten Stakes, mit Musik und Romantik – eine Geschichte, die vorwärtsdrängt und durch ihre Montage eine gewisse Energie mit sich bringt.“ Er ergänzt: „Robert und ich haben über ein Jahr lang in engem Austausch Ideen entwickelt und dann doch wieder verworfen. Dieses ausgiebige Hin und Her hat die Geschichte immer weiter geschärft, bis wir vollkommen überzeugt vom Endergebnis waren.“