Atmosphärisch dichter, inspirierender Dokumentarfilm, der Jugendliche aus aller Welt begleitet, die für ein Jahr an eine unkonventionelle Volkshochschule am norwegischen Polarkreis reisen. 

Dieses lebensbejahende Dokumentarfilm-Meisterwerk der Oscar®-nominierten Filmemacherinnen Heidi Ewing und Rachel Grady begleitet junge Menschen, die sich für ein unkonventionelles Jahr an einer traditionellen Volkshochschule in der arktischen Wildnis Norwegens entscheiden, um jenseits der digitalen Welt wieder Mut, Sinn und Gemeinschaft zu finden. Die Schlittenhunde werden dabei zu ihren Lehrern und Spiegeln. Sie fordern Geduld, Vertrauen und Selbstbewusstsein – und schenken im Gegenzug bedingungslose Verbundenheit. Mit intimen Beobachtungen, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und einer tiefen Menschlichkeit erzählt der Film von einer Generation, die zwischen digitaler Entfremdung und dem Wunsch nach echter Verbindung steht – am Rande der Welt und am Anfang ihres eigenen Lebens. Frage an die Filmemacherinnen: Sie drehen einen Verité-Dokumentationsfilm in einer Umgebung, die intensive Überlebensfähigkeiten erfordert. Wie haben Sie das in der Wildnis geschafft? Grady: „Es war in vielerlei Hinsicht wie eine „Special Ops Verité“: Es ist jeden Tag unter null Grad, man muss sich um die Ausrüstung und die technischen Teile kümmern und dann dreht man auch noch Hundeschlittenrennen. Irgendwie verrückt. Außerdem drehen wir gerade einen Verité-Film über Menschen, die von Geburt an mit Kameras und sozialen Medien aufgewachsen sind, also mussten wir uns auch Methoden ausdenken, wie wir sie so filmen konnten, dass sie uns vergessen und sich entspannen konnten. Hinzu kam, dass wir als Verité-Filmerinnen in einer fremden Sprache arbeiteten. Es gab also eine ganze Reihe von Herausforderungen.“ Ewing: „Ich habe jede Aufnahme wie ein Rätsel oder ein Spiel betrachtet, das es zu lösen galt. Eine Art endloses Mensa-Quiz! Natürlich konnten wir nicht wirklich alles kontrollieren (das unbeständige arktische Wetter und so weiter), aber wir konnten zumindest versuchen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.“