Ein traditioneller Mann und eine radikal feministische Kollegin prallen aufeinander – beide Lehrer, völlig gegensätzlich, doch verbunden durch eine überraschende Anziehung. Eine zugespitzte Komödie über Konflikte und Nähe.

Als sich Valerio und Alessandra kennen lernen, funkt es sofort. Nicht in Hinblick auf die große Liebe, mehr in Hinsicht darauf, dass sie als Sexualpartner perfekt zueinander passen, und das umso mehr, weil er unfruchtbar ist und sie über Jahre hinweg nicht schwanger werden konnte. Nach dem Sex wirft Alessandra Valerio jedoch raus. Übernachten muss schließlich nicht sein. Während Valerio zum Direktor der Schule ernannt wird und sich ganz neue Probleme ergeben, merkt Alessandra, dass sie schwanger ist. Können zwei so unterschiedliche Menschen zusammenkommen oder zumindest einen Konsens finden, um das Kind gemeinsam großzuziehen?

„Amore und Basta“ lässt die betretenen Pfade etwas links liegen, weil es nicht nur darum geht, zu sehen, wie zwei sehr unterschiedliche Menschen versuchen, sich zusammenzuraufen, sondern auch gesellschaftliche Themen aufgegriffen werden. So hat man einen fast schon typischen Mann, der bei einem Date die Rechnung bezahlen will und sich als Ritter in der Not generiert, wenn es opportun ist, und eine Frau, die sich für feministische Ideen einsetzt. Als sie ihm erzählt, dass sie schwanger ist, haben beide eine Vorstellung davon, wie der jeweils andere auf das Kind Einfluss haben könnte. Das wird recht unaufgeregt erzählt. Hier herrscht kein brachialer Humor vor, eher ist der Film auf subtile Art amüsant. Man schmunzelt, während man dem Leben dieser beiden Menschen zusieht. Die Chemie zwischen den Schauspielern ist gut. Sie unterstützt, dass zwischen Valerio und Alessandra dann doch mehr als Freundschaft wird. Weil beide sich zusammenraufen und gar nicht merken, wie sich ihre Gefühlswelt verändert. Der Film schafft es, die Balance zwischen Freundschaft und Liebe, Drama und Komödie und Progressivität und Konservatismus zu wahren. Es gelingt ihm, die damit einhergehenden Nuancen zu kombinieren. Herausgekommen ist ein kleiner, sympathischer Film für ein Publikum, das sich unspektakulär, aber von lebendigen Figuren unterhalten lassen will. 

Poster für den Film Amore und Basta!
Regie Ferzan Özpetek Darsteller Edoardo Leo, Claudia Pandolfi, Benedetta Tiberi