OPEN AIR KINO-NÄCHTE 2014
am Schloß Gottesaue
6. Woche 22. - 28. August 2014
 


Diesen Freitag geht es in die sechste Runde bei den Open Air Kinonächten am Schloss Gottesaue in Karlsruhe. Die Wetteraussichten versprechen  Gutes und vor allem keinen Regen und lassen auf entspannte Abende  unter freiem Sternenhimmel  hoffen. Auch für Ihr leibliches Wohl wird bestens mit den verschiedenen Angeboten gesorgt.



 Am Freitag sehen Sie „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand", ein aberwitziges Roadmovie nach dem gleichnamigen Weltbesteller von Jonas Jonasson.  Allan Karlsson hat keine Lust auf das Feiern seines 100. Geburtstags und verschwindet klammheimlich aus dem langweiligen Altersheim in Pantoffeln und mit nur ein paar Münzen in der Tasche. Am Busbahnhof kommt er zufällig an einen Koffer voller Geld und macht sich ohne bestimmtes Ziel auf die Socken. Er findet neue Freunde und muss sich aber auch mit nicht gerade charmanten Ganoven auseinandersetzen. Auf Umwegen gelangt er nach Bali, wo er es sich unter Palmen gut gehen lässt. Mit 100 ist schließlich noch lange nicht Schluss.


Samstag sehen Sie "Madame Mallory und der Duft von Curry", ein kulinarisches Wohlfühl-Märchen nach Bestsellervorlage, in der eine indische Familie in einer französischen Kleinstgemeinde ein Restaurant gegenüber eines Ein-Sterne-Fresstempels eröffnet. Nach einer Tragödie versucht die indische Kadam-Familie um den Patriarchen Papa in Europa einen Neuanfang. Der Zufall führt den Familienverbund in eine südfranzösische Gemeinde, wo es sich Papa in den Kopf setzt, ein indisches Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite des piekfeinen, mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Edelrestaurants "La Saule Pleureur" zu eröffnen. Dessen Besitzerin Madame Mallory ist alles andere als erfreut. Ein erbitterter Kleinkrieg entbrennt, bis sich Papas begnadeter Sohn Hassan entschließt, bei Madame in die Lehre zu gehen.

Zum Abschluss des Open Air Kinonächte Wochenende sehen Sie am Sonntag „12 Years a Slave“, das Drama von "Shame"-Regisseur Steve McQueen über einen 30-jährigen Schwarzen, der 1840 versklavt wird und zwölf Jahre lang nie die Hoffnung verliert, wieder befreit zu werden. Solomon Northup ist 30 Jahre alt und ein angesehener Bürger, als er von zwei Männern, die sich als fahrendes Zirkusvolk ausgeben, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen aus seinem Haus im Staat New York nach Washington gelockt und unter Drogen gesetzt wird. Als er wieder erwacht, befindet sich Northup, bislang ein freier Mann, in der Gewalt von Sklaventreibern, die ihn mit anderen Leidensgenossen in den Süden verschleppen. Eine zwölfjährige Tortur in den Händen weißen Plantagenbesitzer beginnt.

An den weiteren Spieltagen sind die folgenden Filme im Programm: Dienstag, 26. August, "Can A Song Save Your Life?", eine frisch, flott und authentisch erzählte Musical, Liebes- und Selbstfindungsgeschichte vom Regisseur von "Once". Mittwoch, 27. August "Planet der Affen: Revolution", die visuell verblüffende Fortsetzung des Franchise-Reboots, die die Evolution der Affen vorantreibt und die Konfrontation mit den Menschen zuspitzt. Donnerstag, 28. August "Philomena!", eine wunderbare Tragikomödie um eine Frau, die sich 50 Jahre nachdem sie gezwungen wurde, ihr Baby adoptieren zu lassen, zusammen mit einem Journalisten auf die Suche nach ihrem Sohn macht.

Filmbeginn ist ab August jeweils um 21.00 Uhr. Aber damit nicht nur die Augen verwöhnt werden, sondern auch die leiblichen Bedürfnisse nicht unter den Tisch fallen, ist bereits ab 19:00 Uhr der Biergarten vor der wunderschönen Kulisse des Schloss Gottesaue geöffnet. Dort erwartet Sie eine große Auswahl an Getränken und Speisen.


 


                


NEU in der Schauburg
"RHEINGOLD - GESICHTER EINERS FLUSSES"

Sondervorstellung am Samstag, 23. August um 19.30 Uhr in Anwesenheit von Regisseurin Lena Leonhardt und dem Produzenten


In fantastischen Bildern, die ausschließlich aus der Vogelperspektive aufgenommen wurden, zeigt sich der Rhein als gewaltiges Naturschauspiel ebenso wie als geschichtsträchtige Verbindung zwischen Menschen, Städten und Völkern.  Bildgewaltiger und lehrreicher Dokumentarfilm. Die Premiere von „Rheingold- Gesichter eines Flusses“ in Anwesenheit der Regisseurin Lena Leonhardt ist am Samstag um 19.30 Uhr in der Schauburg zu sehen.

Der Rhein war und ist nicht nur ein Fluss, sondern auch ein Symbol, oft missbraucht und missverstanden als deutschester aller Flüsse. Tatsächlich entpuppt sich der Strom bei genauerem Hinschauen als Sinnbild unseres Kontinents: Er verbindet nicht nur sechs Länder, sondern auch die Alpen mit der Nordsee, ist seit Tausenden von Jahren Lebensader und Transportweg. Lange Zeit war er umkämpft – heute fließt er durch ein friedliches, vereintes Europa. Zwei Wochen braucht sein Wasser von der Quelle bis zur Mündung im Rheindelta. Die unterschiedlichsten Landschaften säumen seine Ufer: von den wilden Alpengipfeln, wo das Rinnsal grünlich schimmernd zu Tal gluckert, über die dschungelartigen Rheinauen bis zum „hohlen Lande“ Holland, dem er als Rheindelta durch Zustrom anderer Flüsse und immer wieder neue Teilungen Wasser und damit fruchtbaren Boden schenkt, bevor er sich in die Nordsee ergießt.

Das alles ist sowohl geographisch als auch historisch spannend – die vielen alten Städte an den Ufern berichten seit Tausenden von Jahren vom Leben der Menschen mit dem Fluss, von ihrem Respekt und der Angst vor Überschwemmungen und von dem Willen, trotzdem auszuharren, weil die Wasser, die Not und Tod bringen können, gleichzeitig auch Leben und Wohlstand bedeuten. Diesen Zwiespalt stellt der Film dar: Der Mensch hat zu allen Zeiten versucht, den Fluss für sich zu vereinnahmen, ihn zu kontrollieren und zu beherrschen. Was die beeindruckenden Bilder betrifft, gelingt hier ein großer Coup: Die Schönheit von oben ist allgegenwärtig, auch die Kanalisierungen, sogar die Industrielandschaft bei Duisburg und die AKWs am Ufer entwickeln einen ganz eigenen Reiz. Die Welt, aus der Höhe betrachtet, ist schön und bunt, besonders wenn die Sonne scheint. Und sie scheint fast immer in diesem Film. Zwei Stimmen begleiten die herrlichen Bilder: Ben Becker spricht in der Ich-Form als „Vater Rhein“, die Schauspielerin und Sprecherin Anne Moll übernimmt den Informationspart. Die zahlreichen Fans von Ben Becker werden den Film sicherlich ebenso zu schätzen wissen wie ein naturinteressiertes Publikum, das in Luftaufnahmen von unübertroffener Ästhetik den Rhein ganz neu erleben und kennenlernen wird – in all seinen bekannten und unbekannten Facetten.


"RHEINGOLD - GESICHTER EINERS FLUSSES"
Land/Jahr: Deutschland 2014
Dokumentarfilm
Regie: Dr. Peter Bardehle, Lena Leonhardt
91 Minuten


Die Schauburg verlost 5 x 2 Freikarten für die Premiere von Rheingold am Samstag, 23.8. um 19.30 Uhr unter allen, die bis Samstag 11.00 Uhr eine e-mail an gewinnspiel@schauburg.de schicken, Stichwort „Rheingold“. Bitte Telefonnummer nicht vergessen, die Gewinner werden am Samstagmittag telefonisch benachtichtigt.

 

ARTHAUS FESTIVAL in der Schauburg
"DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN"

am 23. August 2014


Michael, Stan und Steve, drei Freunde aus einem vorwiegend von russischen Auswanderern besiedelten Teil von Pennsylvania, gehen Ende der 60er Jahre gemeinsam nach Vietnam. Vor Ort erlebt das Trio traumatische Abenteuer, gerät in die Gefangenschaft des Vietcong und kämpft sich unter unendlichen Mühen den Weg zurück in die Freiheit. Nur zwei Freunde kehren schließlich - mehr oder weniger gesundheitlich ramponiert - in die Heimat zurück.

Vieldiskutiertes (Anti-)Kriegsdrama von Michael Cimino ("Heaven's Gate"), der mit diesem Film einen Grundstein zur Aufarbeitung des Vietnamtraumas durch Hollywood legte. Zwar wird auch unter der Ägide von Cimino der asiatische Gegner mit absurden Karikaturen beleidigt, doch in der filigranen Zeichnung der amerikanischen Protagonisten tritt das Lebensgefühl und die Situation der unfreiwilligen US-Krieger authentisch zutage. Hochleistungen der beteiligten Darsteller (De Niro, Walken, Streep) runden das formale Meisterwerk ab.

„Die durch die Hölle gehen“ ist am Samstag den 23. August um 23.00 Uhr in der englischen Originalfassung in der Schauburg zu sehen.

"DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN"
Land/Jahr: USA 1978
Regie: Michael Cimino
Darsteller: Christopher Walken, Robert De Niro, John Savage
183 Minuten
ab 16 Jahren

 

NEU in der Schauburg
"MADAME MALLROY UND DER DUFT VON CURRY"




Indische Kochkunst trifft auf Haute Cuisine: der unterkühlten Französin Madame Mallory gefällt es gar nicht, als in dem kleinen Dorf plötzlich ein indisches Lokal eröffnet. Eine Culture Clash Komödie, die nur so sprüht vor Lebensfreude und dem Spaß an Genuss und Aromen, die auf der Zunge zergehen

Hassan Kadam, ein extrem talentierter Koch aus Indien, landet mitsamt Vater und Geschwistern über Umwege in einem kleinen verträumten Dorf im Süden Frankreichs. Ausgerechnet hier kommt es Herrn Papa in den Sinn, ein indisches Restaurant zu eröffnen – und zwar direkt gegenüber von Madame Mallorys französischem Gourmettempel. Die betrachtet das natürlich als Kriegserklärung und so machen sich die beiden Nachbarn das Leben unnötig schwer. Bis Madame Mallory eines Tages Hassans bemerkenswerte Gabe erkennt und von einem zweiten Michelin-Stern zu träumen beginnt...


Filme über das Essen haben immer ihren ganz besonderen Reiz. Zum Einen weil Kochen eine durchaus meditative Angelegenheit sein kann, zum Anderen weil schon alleine gut fotografiertes Essen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen kann. Beide Aspekte erfüllt Lasse Hallströms Verfilmung eines Romans von Richard C. Morais. Und diese Verfilmung ist auch noch grandios besetzt. Nicht nur Helen Mirren in der Rolle der zunächst arroganten Restaurantbesitzerin entfaltet eine schöne Präsenz, auch Manish Dayal als Jungkoch Hassan Kadam ist gut ausgewählt und harmoniert hervorragend mit Charlotte Le Bon als Madames Beiköchin Marguerite. Nicht zu vergessen der Herr Papa, der von Om Puri so gespielt wird, als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. Man kann einfach nicht anders als direkt nach dem Kinobesuch das nächste Feinschmeckerlokal aufzusuchen, wo man mit einer netten Begleitung bei einem guten Glas Wein und appetitlichem Essen noch ein wenig der im Film versprühten Lebensfreude gemeinsam frönen kann.


"MADAME MALLROY UND DER DUFT VON CURRY"
Land/Jahr: USA 2014
Regie: Lasse Hallström
Darsteller: Helen Mirren, Manish Dayal, Om Puri
Länge: 122 Minuten
ohne Altersbeschränkung
 


 

Großes Frühstückskino in der Schauburg
macht Sommerpause

Das große Kinofrühstück am Sonntag in der Schauburg macht Sommerpause bis Mitte September 2014.