OPEN AIR KINO-NÄCHTE 2014
am Schloß Gottesaue
2. Woche 25. - 31. Juli 2014
 


Am Freitag, 25. Juli 2014 geht es in die zweite Runde bei den Open Air Kinonächten am Schloss Gottesaue in Karlsruhe. Die Wetteraussichten versprechen  Gutes  und lassen auf entspannte Abende  unter freiem Sternenhimmel  hoffen.



Am Freitag sehen Sie „Die Schadenfreundinnen“, eine Slapstickkomödie um drei Frauen, die sich gegen den Mann verbünden, der jede von ihnen betrogen und belogen hat.. Seit acht Wochen ist Anwältin Carly glücklich mit ihrem Mark, der sie verwöhnt und hofiert. Dass er ähnlich zuvorkommend aber auch bei seiner Frau Kate ist und mit der jungen Amber noch ein drittes Eisen im Feuer hat, schmälert seine Sympathiewerte bei den Frauen, die sich gegen den Betrüger verbünden und es ihm heimzahlen wollen. Mark ahnt nicht, warum ihm plötzlich die Haare ausfallen und sein Darm ihm Streiche spielt. Doch letztlich gehen die Vergeltungspläne der Frauen weit über solche körperliche Kollateralschäden hinaus.


Am Samstag, den 26. Juli geht es weiter mit "Maleficent - Die dunkle Fee", die Dornröschen-Geschichte aus dem Hause Disney, aber aus der Sicht der bösen Fee, perfekt gespielt von Angelina Jolie. Maleficent ist eine glückliche Tochter im Feenreich. Als Mädchen verliebt sie sich in den Menschensohn Stefan. Doch als Erwachsener lässt er sich von seinem Ehrgeiz leiten statt von der ihr geschworenen Liebe. Um König im benachbarten Menschenreich zu werden, raubt er ihr ihre Flügel. Maleficent rächt sich an ihm, als er eine Tochter bekommt und verflucht sie zum ewigen Schlaf, wenn sie 16 Jahre alt geworden ist. Sie beobachtet im Stillen und zu Beginn mit Argusaugen, wie Aurora zu einem fröhlichenund wunderschönen Mädchen heranwächst und beginnt an ihrer Tat zu zweifeln.

Zum Abschluss des ersten Wochenendes der Open Air Kino-Nächte sehen sie am Sonntag, den 27. Juli
die herrlich skurrile und charmante Komödie um das abenteuerliche Schicksal des "Grand Budapest Hotel" und seines Personals. Ein Schriftsteller kommt im Grand Budapest Hotel, das schon bessere Zeiten erlebt hat, mit einem älteren Stammgast ins Gespräch. Er erfährt, dass ihm das Hotel einstmals gehörte und er dort als Lobbyboy angefangen hatte. Zu einer Zeit, als der penible und galante Monsieur Gustave noch für makellosen Service sorgte - insbesondere gegenüber der älteren, weiblichen Klientel. Er erzählt von einem wahrlich erstaunlichen Abenteuer, als Gustave im Testament einer millionenschweren Witwe berücksichtigt und bald als deren Mörder gejagt wird.

An den weiteren Spieltagen sind die folgenden Filme im Programm: Dienstag, 29. Juli, "Inside Llewyn Davis", das
absurd komische Porträt eines jungen Folk-Musikers kurz vor der Ankunft von Bob Dylan, der den Durchbruch nicht schafft. Mittwoch, 30 Juli "Wacken 2-D", die hautnah gefilmte Dokumentation über das jährliche Metal-Festival in Wacken mit starker Atmosphäre und satten Klängen. Donnerstag, 31. Juli "Sein letztes Rennen", die Tragikomödie mit Dieter Hallervorden um einen Übersiebzigjährigen, der den Berlin-Marathon laufen will.

Filmbeginn ist jeweils um 21.30 Uhr. Aber damit nicht nur die Augen verwöhnt werden, sondern auch die leiblichen Bedürfnisse nicht unter den Tisch fallen, ist bereits ab 19:00 Uhr der Biergarten vor der wunderschönen Kulisse des Schloss Gottesaue geöffnet. Dort erwartet Sie eine große Auswahl an Getränken und Speisen.


 


                


NEU in der Schauburg
"MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER"


 


Eine Völkerverständigungs-komödie, die so leicht und locker ist wie ein Soufflé und trotzdem scharf und bissig wie eine Chilischote. Idealer Gute-Laune-Film und ein Highlight des kommenden Kinosommers. Chapeau und Hut ab!

Claude und Marie sind ein sehr, sehr gut situiertes Ehepaar mit einer ziemlich prächtigen Villa an der Loire und vier ebenfalls prächtigen Töchtern. Ihr Leben könnte absolut perfekt sein, wenn – ja, wenn die Töchter sich bei der Auswahl ihrer Ehemänner an den eisenharten Grundsätzen ihrer Eltern orientieren würden. Ein guter Ehemann ist in Claudes und Maries Augen ein Franzose und katholisch. Aber die Töchter haben ihren eigenen Willen, und nacheinander heiraten drei von ihnen einen Muslim, einen Juden und einen Chinesen. Jede Hochzeit bringt das Weltbild der Eltern aufs Neue ins Wanken. Nun ruhen alle Hoffnungen des geplagten Paars auf der jüngsten Tochter, die ihnen eine katholische Hochzeit in Aussicht gestellt hat. Marie und Claude freuen sich auf das erste Treffen mit ihrem neuen Schwiegersohn Charles und sind wie vom Donner gerührt, als sie sehen, dass der Verlobte ihrer Tochter schwarz ist. Damit droht eine Familienkatastrophe von globalen Ausmaßen…

Lustvoll lässt Philippe de Chauveron seine Charaktere aufeinanderprallen, angeführt von dem nationalistisch angehauchten Claude – er ist das weltweit ebenso erprobte wie überholte Modell des klassischen Familienvaters, ein Bourgeois erster Güte, bekennender Gaullist und bis zum Kragenknopf prall gefüllt mit rückständigem Gedankengut. Dieses Musterbeispiel eines Betonkopfes wird gespielt von Christian Clavier, der auf den Putz haut, dass es nur so kracht, und dennoch nicht der Versuchung erliegt, in der Klamotte zu landen. Um das Vergnügen noch zu vergrößern: Auch die Schwiegersöhne sind sich untereinander nicht grün und können mit ihrem Schwiegerpapa prima mithalten, was Vorurteile gegeneinander betrifft und die Kreativität, mit der sie Spitznamen füreinander finden. Der „Clash of Cultures“ – ein Zusammenprall von Kulturen – ist nicht ohne Grund immer häufiger ein Thema im Kino. Doch selten war er so lustvoll und provokant, so boshaft und doch gleichzeitig so liebenswürdig wie hier. Die Geschichte funktioniert perfekt, der Humor – so fies und bissig er gelegentlich sein mag – bleibt doch immer liebenswert, weil vieles übers Wiedererkennen läuft und über das Eingeständnis der eigenen Schwächen. Unsere Welt wandelt sich, vieles ist anders als vor 10 oder 20 oder 50 Jahren – jetzt müssen sich nur noch die Menschen ändern. Der schönste Weg dorthin könnte über ein weltumspannendes Gelächter führen.


"MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER"
Land/Jahr: Deutschland 2014
Regie: Ralf Westhoff
Darsteller: Gisela Schneeberger, Heiner Lauterbach, Michael Wittenborn
92 Minuten
ohne Altersbeschränkung


 


 

Großes Frühstückskino in der Schauburg
macht Sommerpause

Das große Kinofrühstück am Sonntag in der Schauburg macht Sommerpause bis Mitte September 2014.