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Fr, 08.12. - Sondervorstellung mit einem Glas Sekt in Anwesenheit von Regisseur Serdar Dogan

Ich, Judas

Seine Geschichte ist eine der Schuld ohne Vergebung. Er ist der einzige Feind, für den es keine Liebe gibt, der Meistgehasste, Meistverfolgte und Verteufelte: Judas, der Jünger Jesu, der Gottes Sohn mit seinem Kuss verrät und ans Kreuz liefert. Ben Becker übernimmt seine Rolle. Er begibt sich in den Bannstrahl eines zweitausend Jahre alten Fluchs und verteidigt Judas mit einem Text von Walter Jens, nach dem nichts mehr ist, wie es schien. Der Fall Judas muss neu aufgerollt werden. Eine Geschichte wurde überliefert, ein Urteil gefällt, ein Sündenbock gebrandmarkt für die Ewigkeit. Doch die Geschichte stimmt so nicht, das Urteil ist falsch. "Was war denn zu verraten"? Fragt Judas in seiner Verteidigungsrede, Jesus Aufenthaltsort? Den kannten Tausende. Sein Großes Geheimnis, dass er Gottes Sohn sei? Das hat er selbst gesagt, vor allen Leuten! Und das ist nur der Anfang von vielen Unstimmigkeiten einer Geschichte, die mehr geglaubt als befragt wurde. Ben Becker hält ein mitreißendes Plädoyer für den ewig Verdammten Judas, auf Grundlage der Romane von Walter Jens und Amos Oz.. Das Bild von Judas, dem Verräter, ist ein Vorurteil mit den fatalsten Folgen: Antisemitismus, Judenverfolgung, Glaubenskriege. Eine Performance, die an unseren Grundfesten rüttelt!

Deutschland 2017
Regie: Serdar Dogan, Ben Becker
Darsteller: Ben Becker
85 Minuten
ab 6 Jahren


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