mid90s



Ein Teenager entdeckt die Welt des Skatens. Jonah Hills von den US-Kritikern hochgelobte Liebeserklärung an die 90er-Jahre

Stevie ist 13 und wächst unter schwierigen Verhältnissen in Los Angeles auf. Seine Tage verbringt er mit „Street Fighter II“ zocken und heimlich die CD-Sammlung seines großen Bruders rauf und runter hören. Als er anfängt, mit den Jungs vom Local Skateshop abzuhängen, öffnet sich ihm eine völlig neue Welt: Skaten an verbotenen Plätzen, Abhauen vor der Polizei, Hauspartys und natürlich Girls. Befreit aus der Umklammerung seiner alleinerziehenden Mutter und den Prügeln seines Bruders, fühlt sich Stevie unbesiegbar – bis er merkt, dass auch seine Idole auf die Schnauze fliegen können. Und das nicht nur beim Skaten.

Jonah Hills („21 Jump Sterret“, „The Wolf of Wall Street“) Regiedebüt ist eine Zeitreise mitten in die 90er. Eine Zeit, in der Skateboarden sportliche Konventionen sprengte und man mit Mixtapes Mädels beeindrucken konnte. „mid90s“ ist Jonah Hills Liebeserklärung an die 90er-Jahre. Gedreht auf 16mm und mit einem Soundtrack von den Pixies bis zum Wu-Tang Clan, gelingt dem Hollywood-Star ein Nostalgietrip in eine Zeit, deren Mode und Popkultur heute Kult sind. Mit an „Board“ die jungen Profiskater Na-kel Smith und Olan Prenatt. Das alles macht „mid90s“, vergleichbar zum Klassiker „Kids“, zu einem Film wie ein Lebensgefühl in einer unzähmbaren Subkultur. Der Film landete in den Top 10 der US-Kinocharts, wo Jonah Hill mit seinem Erstlingswerk die Kritiker in Staunen versetzte. „Obwohl von einem Hollywood-Star gedreht, ist der Film keine nostalgische Indie-Fabel im körnigen Skate-Punk-Look. Es ist etwas Kleineres und Reineres: ein Stück Straßenleben, das aus umherschwirrenden Momenten besteht, die eine tiefe Realität erreichen.“ (Variety)


USA 2018
Regie: Jonah Hill
Darsteller: Sunny Suljic, Katherine Waterston, Lucas Hedges
85 Minuten
ab 12 Jahren

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