Am Ende ist man tot

Welchen Wert besitzt Geld und wie beeinflusst es die Beziehungen von Menschen? Diesen Fragen geht Schauspieler Daniel Lommatzsch nach. Mit reichlich Identifikationspotential ausstatteter Episodenfilm.

In einer Reihe miteinander verflochtener Geschichten, ergründet „Am Ende ist man tot“ die gesellschaftliche Bedeutung von Geld. Das ist z.B. der arbeitslose Physiker Reno (Bruno Cathomas), der gemeinsam mit seinem verschuldeten Bruder Micki (André Szymanski) und dessen Freundin Ginger (Alice Dwyer) eine Entführung ausheckt. Um das Entführungsopfer zu retten, begeben sich ihre Geschwister (Mirco Kreibich, Jörg Pohl und Anne Schäfer) auf die Suche nach ihr. Dann gibt es da z.B. noch eine verzweifelte Studentin, die sich nichts mehr wünscht als Reichtum und Ruhm. Ihr Freund jedoch ist pleite und kann ihr ohnehin nicht viel bieten. Oder ein gut betuchtes Ärzte-Ehepaar, das eine ausgeprägte Leidenschaft für Pferdebetäubungsmittel teilt.

„Am Ende ist man tot“ wurde von dem Hamburger Schauspieler Daniel Lommatzsch inszeniert, der seit zehn Jahren Ensemble-Mitglied am renommierten Thalia-Theater ist. Es ist ein illustres Sammelsurium an verschrobenen, schrägen Protagonisten, die sich Lommatzsch für seinen Ensemblefilm da ausgedacht hat. Charaktere, von denen die meisten ziemlich tragisch und bedauernswert erscheinen. Wie z.B. das Entführungsopfer, eine junge Firmenerbin, die sich gewissermaßen selbst in diese missliche Lage gebracht hat. Oder die emotional labile Psychologie-Studentin, die – mit über 30 – immer noch weitestgehend ziellos durch den Alltag treibt. Ganz zu schweigen von einem übermotivierten Internet-Versandhändler, der auf Sexualität und menschliche Nähe verzichtet. Eines haben alle Personen gemeinsam: ihr Leben wird von einer Frage bestimmt, die sich um das Thema „Geld“ dreht. Wie werde ich vermögend? Wie werde ich meine Schulden los? Womit steigert man den Wert einer Firma? Inhaltlich geht es also stets um die lieben „Finanzen“. Ein Thema, dass – in Zeiten stetig steigender Mieten und Lebenshaltungskosten – jeden beschäftigt und angeht. Dieser Aspekt hält den Film gekonnt zusammen und bildet den roten Faden.

Deutschland 2016
Regie: Daniel Lommatzsch
Darsteller: Bruno Cathomas, André Szymanski, Alice Dwyer
85 Minuten
ab 12 Jahren

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Spielzeiten:

Dienstag 17.07.18:21.00 Uhr