In Jean-Pierre Jeunets fantastischem Abenteuer tanzt Dany Boon als gewitzter Held mit einer Gruppe von skurrilen Außenseitern den Granden der Waffenindustrie auf der Nase herum.
Der Kampf zwischen David und Goliath, zwischen dem Schwachen und Starken, daraus lassen sich die besten Kinogeschichten spinnen. Das passende Thema für Jean-Pierre Jeunet, der hier wie Tim Burton oder einst Jacques Tati in ein ganz spezielles Reich der Fantasie entführt. Der Regisseur von "Die fabelhafte Welt der Amélie" und "Mathilde - Eine große Liebe" kehrt vor allem optisch zurück in die Welt von "Delicatessen" und "Die Stadt der verlorenen Kinder", nur dass hier der Ton nicht düster, sondern von einer neuen Leichtfüßigkeit und Unbeschwertheit geprägt ist, auch wenn der Anfang Unheil verheißt.
Durch eine Landmine in den 1970er Jahren in Nordafrika verliert der kleine Bazil seinen Vater und auch die Mutter, die den Tod ihres Mannes nicht verkraftet. Der Junge landet im Heim. 20 Jahre später trifft den harmlosen Videoverkäufer eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf. Ein früherer Kleinkrimineller liest den Job- und Wohnungslosen auf der Straße auf und nimmt ihn mit zu einer Gruppe von Außenseitern. Die neue Familie gibt ihm Kraft und als er zufällig auf die zwei Waffenkonzerne stößt, die für den Tod seines Vaters und seine Kugel im Kopf verantwortlich sind, schmieden die Freunde einen Plan, die konkurrierenden Waffenhändler gegeneinander auszuspielen.
Frankreich 2009
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller: Dany Boon, Julie Ferrier, André Dussollier
Länge: 104 Minuten
FSK: ab 12